Die Klasse AM ist der Einstieg in die motorisierte Mobilität auf zwei Rädern. Für viele Jugendliche ist sie der erste Führerschein überhaupt, und für viele Erwachsene steckt sie unbemerkt im Autoführerschein. Hier steht, was die Klasse erlaubt, wie du sie bekommst und was danach kommt.
Was du mit der Klasse AM fahren darfst
Die Klasse AM gilt für Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von höchstens 45 km/h:
- Zweirädrige Kleinkrafträder – der klassische 50er Roller oder das Moped. Bei Verbrennungsmotoren ist der Hubraum auf 50 ccm begrenzt, bei Elektroantrieb die Leistung.
- Dreirädrige Kleinkrafträder bis 45 km/h.
- Leichte vierrädrige Kraftfahrzeuge bis 45 km/h, darunter kleine Quads und sogenannte Leichtkraftfahrzeuge.
Ein typisches Beispiel ist die Rivero Toscana 50: 49,2 ccm, Viertakter, fahrbar mit AM.
Voraussetzungen und Mindestalter
Das Mindestalter für die Klasse AM liegt bei 16 Jahren. Einige Bundesländer lassen den Erwerb bereits ab 15 zu – ob das für deinen Wohnort gilt, weiß die Fahrschule oder die Fahrerlaubnisbehörde. Für den Antrag brauchst du in der Regel:
- einen Sehtest,
- einen Erste-Hilfe-Kurs,
- ein biometrisches Passbild und einen Ausweis,
- bei Minderjährigen die Einwilligung der Eltern.
Den Antrag stellst du bei der Fahrerlaubnisbehörde, oft übernimmt das die Fahrschule für dich.
Ausbildung und Prüfung
Die Ausbildung besteht aus Theorieunterricht mit Grundstoff und klassenspezifischem Zusatzstoff und aus Fahrstunden. Wie viele Fahrstunden du brauchst, hängt davon ab, wie sicher du fährst – die Fahrschule entscheidet, wann du reif für die Prüfung bist.
Am Ende stehen eine theoretische Prüfung am Computer und eine praktische Prüfung auf dem Roller. Die Kosten legt jede Fahrschule selbst fest; frag vorab nach dem Gesamtpreis inklusive Grundbetrag, Theorie, Fahrstunden und Prüfungsgebühren.
AM steckt im Autoführerschein
Wer den Führerschein Klasse B hat, darf automatisch auch alles fahren, was unter AM fällt. Ein Autofahrer kann sich also ohne weitere Prüfung auf einen 50er Roller setzen. Viele nutzen das für den Arbeitsweg in der Stadt.
Für mehr als 45 km/h reicht das nicht. Wer einen 125er fahren will, braucht die Klasse A1 – oder als erfahrener Autofahrer die Schlüsselzahl B196. Was die beiden Rollerklassen im Alltag unterscheidet, zeigt der Ratgeber 50er oder 125er.
Und das Mofa?
Das Mofa ist die Stufe darunter: höchstens 25 km/h. Dafür reicht ab 15 Jahren eine Mofa-Prüfbescheinigung: Ausbildung in der Fahrschule und eine theoretische Prüfung, aber keine praktische Prüfung. Wer später auf einen 50er umsteigen will, braucht dann trotzdem die Klasse AM.
Nach dem Führerschein: der passende Roller
Mit dem Führerschein kommt die Frage nach dem Fahrzeug. Neu oder gebraucht, 2-Takt oder 4-Takt, Verbrenner oder Elektro? Bei uns stehen Neufahrzeuge von Peugeot, Rivero und SYM sowie geprüfte Gebrauchte. Wir beraten dich zu Modell, Versicherungskennzeichen und Zulassung, und die Rollerwerkstatt kümmert sich danach um die Wartung.